Gewalt und Gesellschaft

Dimensionen der Gewalt in ur- und frühgeschichtlicher Zeit


Violence and Society

Dimensions of violence in pre- and protohistoric times

 

     

 

Das Tagungsbüro ist am 14. und 15. März ab 8:30 Uhr geöffnet.

Die Tagung beginnt um 9:30 Uhr mit Grußworten des Präsidenten der
Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Prof. Dr. Alfred Forchel,
sowie des Dekans der Philosophischen Fakultät I,
Prof. Dr. Roland Baumhauer.

 

Programm 

Kurzzusammenfassungen der Vorträge / abstracts

 

Im Fokus des Symposiums stehen bisher vernachlässigte Überlegungen zu verschiedenen Formen der Gewalt in ihrer Bindung an soziale Strukturen von der Steinzeit bis in das frühe Mittelalter. Die kulturspezifischen Erscheinungsformen von Gewalt in den verschiedenen Zeiten und Räumen sollen detaillierter gefasst und einander gegenüber gestellt werden. Dazu gehören nicht nur kriegerische Auseinandersetzungen, die auch bisher schon verstärkt Gegenstand der archäologischen Forschung waren. Vielmehr ist ebenso an Gewalt in Situationen des täglichen Lebens, an Familienstrukturen, an politische und religiöse Verhältnisse zu denken.
Während in der Archäologie meist einzelne Epochen und Regionen weitgehend isoliert untersucht werden, soll das Symposium zu einer diachronen Betrachtungsweise anregen und einen intensiven Austausch der Spezialisten für die verschiedenen Zeiten und Räume initiieren. Neben dem intradisziplinären Ansatz innerhalb der prähistorischen Archäologie Europas und Vorderasiens, soll das Symposium den interdisziplinären Dialog mit der Anthropologie fördern. Obwohl sie zur Beurteilung von Gewalt unverzichtbar sind, werden anthropologische Untersuchungen noch zu selten systematisch einbezogen.
Ziel ist es, den Blick für die unterschiedlichen Erscheinungsformen der Gewalt in ihrem gesellschaftlichen Kontext zu schärfen, die Möglichkeiten der Unterscheidung kriegerischer und nicht-kriegerischer Gewalt zu konkretisieren und innovative Deutungsansätze zu entwickeln.

 

The symposium focuses on the various types of violence and their relations to social structures from the Stone Age to Early Medieval Times that have so far been neglected in archaeological research. The aim is to understand the culture-specific manifestations of violence in different times and regions in more detail and to compare them against each other. This includes not only armed conflicts which have already been the subject of archaeological investigation, but violence in daily life, family structures as well as political or religious conditions must equally be considered.
As archaeological studies mostly deal with particular time periods and regions as isolated entities, the symposium is intended to encourage a diachronic perspective and to initiate an intensive discourse among scholars specialized in the individual periods and regions. In addition to the intra-disciplinary approach within European and Near Eastern Prehistoric Archaeology, the symposium is also intended to promote interdisciplinary dialogue between archaeology and anthropology. Anthropological analyses, though being indispensable for the assessment of violence, are not yet sufficiently included in a systematic manner.
The aim is to provide a clearer view of the various dimensions of violence in its social context, to concretise the possibilities for distinguishing between warfare and other forms of violence and to develop innovative approaches for interpretation.

 

 

 

 

Prof. Dr. Heidi Peter-Röcher

heidi.peter-roecher@uni-wuerzburg.de
+49(0)931 31 81648                                  

 

Dr. Thomas Link

thomas.link@uni-wuerzburg.de
+49(0)931 31 82869

 

Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Residenzplatz 2, Tor A
97070 Würzburg

tagung.vfg@uni-wuerzburg.de

www.vfg.uni-wuerzburg.de