Master-Studiengang Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie

Ab dem Wintersemester 2011/12 wird ein Master-Studiengang der Ein-Fach- (120 ECTS) und Zwei-Fach-Ausprägung (45 ECTS) angeboten. Eine Erstimmatrikulation in den Magisterstudiengang ist seit dem WS 2008/09 nicht mehr möglich; bereits eingeschriebene Studierende können das Magisterstudium aber in Würzburg beenden.

Der Master-Studiengang Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie ist ein grundständiger wissenschaftlicher Studiengang, der zu einem zweiten, voll berufsqualifizierenden akademischen Abschluss führt. Er ist Bestandteil eines konsekutiven Studienganges, der sich aus einem dreijährigen Bachelor-Studiengang Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie und dem zweijährigen Master-Aufbaustudiengang Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie zusammensetzt.

!!!  Achtung: Die Bewerbung für die Zulassung zum Master-Studiengang muss online über das Opens external link in new windowMaster-Bewerbungsportal der Universität erfolgen. Auf dem Portal finden Sie auch die aktuelle Bewerbungsfrist für die Master-Zulassung zum nächstmöglichen Semester !!!

Interessenten, die ihr Bachelor-Studium mit dem laufenden Semester abschließen werden, sollten sich auf jeden Fall innerhalb der Frist für die Master-Zulassung zum kommenden Semester bewerben. Bitte tragen Sie bei Ihrer Online-Bewerbung in der Maske ein, dass Sie in Ihrem Bachelor-Studium zur Zeit (mindestens) 150 ECTS erreicht haben, sonst wird der Eingabevorgang von der EDV abgebrochen. Die Zulassung zum Master-Studium erfolgt ggf. mit aufschiebenden Bedingungen, d. h. Sie beginnen mit dem Studium und reichen die noch fehlenden Bachelor-Nachweise (insbesondere auch das Bachelor-Zeugnis) während des laufenden Master-Studiums nach.

Für alle Fragen zum Master-Studiengang steht Ihnen gern zur Verfügung:

Dr. Gabriele Albers, Tel. 0931-3181650, e-mail: gabriele.albers@uni-wuerzburg.de.

 

Ziele

Ziel der Ausbildung im Master-Studium ist es, den Studierenden bzw. die Studierende an die vertiefte Beschäftigung mit ausgewählten Themen der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie heranzuführen. Durch das eigenständige Erkennen von Forschungsfragen und Erarbeiten von Lösungen auf einer breiten methodischen Basis erwirbt der bzw. die Studierende die für ein Promotionsstudium erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen.

 

Aufbau des Studienganges

Das Studium des Master-Studienganges Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie kann im Wintersemester und Sommersemester aufgenommen werden und umfasst eine Regelstudienzeit von vier Semestern. Zum Studium kann zugelassen werden, wer aus einem vorangehenden Bachelor-Studium den Erwerb von mindestens 45 ECTS-Punkten aus Modulen im Bereich Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie nachweisen kann. ... Fachspezifische Bestimmungen für den Master-Studiengang Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie in der Ein-Fach- (120 ECTS) und Zwei-Fach-Ausprägung (45 ECTS).

Das Master-Studium ist wie das vorangehende Bachelor-Studium modular aufgebaut und bietet für alle Studierenden Module an, die am learning outcome orientiert sind. Dieses Konzept garantiert die Vermittlung eines vertieften Fachwissens im Bereich der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie für alle Studierenden und gewährleistet ein zügiges Studium in der Regelstudienzeit. Für jedes Modul werden bei erfolgreicher Teilnahme an den einzelnen Lehrveranstaltungen und erbrachten Studienleistungen (Modulprüfung) die in den Studienfachbeschreibungen der Fachspezifischen Bestimmungen vorgesehenen Leistungspunkte (ECTS-Punkte) vergeben. Die Studienleistungen bzw. Prüfungen werden studienbegleitend und innerhalb der Module absolviert. Die Bewertung der Leistungen erfolgt je nach Modul anhand der numerischen Notenvergabe (deutsches Notensystem mit Noten von 1 bis 5) oder als bestanden/nicht bestanden. Der Master-Studiengang Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie mit dem Abschluss Master of Arts (M. A.) wird als grundlagenorientierter Studiengang im Rahmen eines konsekutiven Bachelor- und Master-Studienganges der Philosophischen Fakultät I der Julius-Maximilians-Universität Würzburg als Einzelfach mit 120 ECTS-Punkten (Abschluss Master [Master Degree]) sowie als Hauptfach mit 45 ECTS-Punkten (Abschluss Master [Zwei-Fach-Master]) angeboten.

Das Hauptfach Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie mit dem Erwerb von 45 ECTS-Punkten (Abschluss Master [Zwei-Fach-Master]) kann mit allen Fächern kombiniert werden, die als Master-Studienfächer mit 45 ECTS-Punkten konzipiert sind und keinen Einschränkungen in ihrer Kombinierbarkeit unterliegen.

 

Pflicht- und Wahlpflichtangebote

Die Zuordnung der einzelnen Module zu den Bereichen Pflicht- und Wahlpflichtangebote verteilt sich im Master-Studiengang Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie als Fach der Ein-Fach-Ausprägung mit 120 ECTS-Punkten wie folgt (vgl. Studienfachbeschreibung und Modulhandbuch):

  • 90 ECTS-Punkte aus Pflichtangeboten,
  • sowie 30 ECTS-Punkte aus der Master-Thesis.

Die Zuordnung der einzelnen Module zu den Bereichen Pflicht- und Wahlpflichtangebote verteilt sich im Master-Studiengang Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie als Fach der Zwei-Fach-Ausprägung mit 45-45-30 ECTS-Punkten wie folgt (vgl. Studienfachbeschreibung und Modulhandbuch):

  • 40 ECTS-Punkte aus Pflichtangeboten,
  • sowie 5 ECTS-Punkte aus Wahlpflichtangeboten,
  • zuzüglich ggf. 30 ECTS-Punkten aus der Master-Thesis, wenn diese im Fach Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie erstellt wird.

Der Umfang der Angebote und nähere Einzelheiten sind den Studienfachbeschreibungen (s. o.) zu entnehmen.

 

Angebotszyklus

Der Master-Studiengang Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie kann in der Ein-Fach- und Zwei-Fach-Ausprägung im Wintersemester und Sommersemester aufgenommen werden. Die einzelnen Module werden in der Regel mindestens in einjährigem Turnus angeboten.

 

Studienpläne

Den genaueren Studienverlauf für den Master-Studiengang Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie in der Ein-Fach- und Zwei-Fach-Ausprägung ersehen Sie aus den folgenden Musterplänen sowie den Studienverlaufsplänen für den Ein-Fach-Master (120 ECTS) und den Zwei-Fach-Master (45 ECTS). Die Verteilung der Module auf die Semester in den Studienplänen ist für beide Studiengang-Ausprägungen als Beispielverlauf des Studiums anzusehen, d. h. die Module können grundsätzlich unabhängig vom Fachsemester frei belegt werden. Vorgeschrieben ist lediglich, dass das Forschungsmodul Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie (04-VFG-FMVFG), das zwei eintägige Blocksitzungen umfasst, im dritten und vierten Fachsemester jeweils im Rahmen des Absolventenkolloquiums absolviert wird.

 

 

 

Beschreibung der Module

  • Epochen und Regionen in der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie - Spezialisierung (04-VFG-EuRS) 1-2: systematische Module 1-2 zum vertieften Überblick über Kulturperioden und Kulturräume des Faches.
  • Quellen der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie - Spezialisierung (04-VFG-AQS) 1-2: systematische Module 1-2 zum vertieften Überblick der Quellenarten des Faches.
  • Archäologisches Gelände- oder Museumspraktikum - Spezialisierung (04-VFG-GMPS) 1-2: Praxismodule 1-2 zu vertieften praktischen Kenntnissen und Techniken der archäologischen Feldforschung (Prospektionen und Ausgrabungen) oder Museumsarbeit.
  • Formenkunde und Chronologie der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie - Spezialisierung (04-VFG-FuCHS): systematisches Modul zu Formenkunde und Chronologie spezieller Fundgruppen des Faches.
  • Methoden und Theorie in der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie - Spezialisierung (04-VFG-MuTHS): systematisches Modul zu speziellen Themenbereichen der Methodik, Kulturtheorie und Forschungsgeschichte des Faches.
  • Naturwissenschaften und EDV-Anwendungen in der Archäologie - Spezialisierung (04-VFG-NuES): systematisches oder praktisches Modul zu speziellen Themenfeldern naturwissenschaftlicher Hilfswissenschaften und von EDV-Anwendungen.
  • Exkursionen zur Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie - Spezialisierung (04-VFG-EXS): Weiterführendes Exkursionsmodul zu Museumsdidaktik, Quellenarten und Epochen anhand von Geländedenkmälern, Sammlungen und Ausstellungen.
  • Forschungsmodul Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie (04-VFG-FMVFG): Forschungsmodul zu Master-, Magister- (auslaufend) und Promotion-Abschlussarbeiten der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie, mit Präsentation des eigenen Master-Themas.
  • Master-Thesis Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie (04-VFG-MTVFG): Master-Thesis-Modul zur eigenständigen Bearbeitung eines ausgewählten Forschungsthemas der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie auf breiter methodischer Basis in einem nach Maßgabe der ASPO festgelegten Zeitraum. 

 

Arten und Umfang von Prüfungen

In dem Master-Studiengang Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie werden die folgenden Prüfungsleistungen sowie unbenoteten Leistungsnachweise (Protokolle) für den Erwerb von ECTS-Punkten eingesetzt (s. die Studienfachbeschreibungen für den Ein-Fach- [120 ECTS] und den Zwei-Fach-Master [45 ECTS]).

  • Vorlesungen: Protokolle, 10 Seiten (= 3 ECTS) bzw. 7 Seiten (= 2 ECTS).
  • Seminare mit 5 ECTS-Punkten: 60-75 Minuten Referat mit 2-3 Seiten Thesenpapier (= 5 ECTS), oder in praktischen Modulen Hausaufgaben sowie Klausur, ca. 60 Minuten (= 5 ECTS).
  • Seminare mit 7 ECTS-Punkten: 60-75 Minuten Referat mit 2-3 Seiten Thesenpapier sowie ca. 20 Seiten Hausarbeit (= 7 ECTS).
  • Praktika: bei externen Praktika Praktikumszeugnisse oder ggf. Protokolle, 15 Seiten (= 15 ECTS) bzw. 10 Seiten (= 10 ECTS); bei lehrstuhleigenen Praktika praktische Aufgaben oder ggf. Protokolle, 15 Seiten (= 15 ECTS) bzw. 10 Seiten (= 10 ECTS).
  • Exkursionen: bei 1-Tagesexkursionen 3 Seiten Protokolle pro Tag (= 1 ECTS); bei mehrtägigen Exkursionen ggf. ebenso, oder in der Regel 20 Minuten Referat und 3-5 Seiten Handout (= 5 ECTS).
  • Master-Thesis: schriftliche wissenschaftliche Arbeit (= 30 ECTS).

 

Themen von Vorlesungen

Im Rahmen des konsekutiven Bachelor- und Master-Studienganges Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie werden im Bachelor-Studium (120, 85 und 60 ECTS) vier Vorlesungen belegt (Module 04-VFG-EuR2, -AQ2), und im Master-Studium werden vier (Hauptfach 120 ECTS) bzw. zwei (Hauptfach 45 ECTS) weitere Vorlesungen belegt (Module 04-VFG-EuRS, -AQS). Maximal werden damit während des gesamten Studiums aus den zwei Vorlesungszyklen (Module EuR, AQ) jeweils vier von sieben Vorlesungen, d. h. zusammen acht von 14 angebotenen Vorlesungen belegt.

Beide Zyklen (Module EuR, AQ) à sieben Vorlesungen werden in der Regel in einsemestrigem Turnus angeboten. Empfohlen wird die eigenständige Planung, welche Vorlesungsthemen in welchen Semestern des Bachelor- und Masterstudiums belegt werden können. Die aktuelle Planung der Vorlesungszyklen über zehn Fachsemester hängt beim Lehrstuhl aus.

In den Modulen EuR2, EuRS1-2 umfasst der Vorlesungszyklus in der Regel die folgenden Themen: Neolithikum 1 - Neolithikum 2 - Bronzezeit 1 - Bronzezeit 2 - Eisenzeit 1 - Eisenzeit 2 - Eisenzeit 3.

In den Modulen AQ2, AQS1-2 umfasst der Vorlesungszyklus in der Regel die folgenden Themen: Bestattungswesen 1 - Bestattungswesen 2 - Siedlungswesen 1 - Siedlungswesen 2 - Menschwerdung - Religionsarchäologie 1 - Religionsarchäologie 2.

 

Archäologische Gelände- oder Museumspraktika

Die Leistungsnachweise für die archäologischen Gelände- oder Museumspraktika sind in den Master-Studiengängen Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie MA 120, 45 (Module 04-VFG-GMPS1-2 à 15 bzw. 20 Tage) entweder intern durch Teilnahme an den lehrstuhleigenen Geländepraktika oder durch externe Gelände- oder Museumspraktika zu erbringen. Bei externen Praktika ist vorab die Rücksprache mit dem Lehrstuhlinhaber erforderlich, ob das Praktikum für die Anrechnung im Master-Studiengang geeignet ist. Die Anrechnung der erfolgreich absolvierten Praktikumstage erfolgt bei Ausgrabungen sowie Museumspraktika mit dem Anrechnungsfaktor 1,0 und bei Prospektionen aufgrund der vergleichsweise geringeren praktischen Lern- und Leistungsanforderungen mit dem Anrechnungsfaktor 0,5.

 

Prüfungsdokumente

Die verschiedenen Prüfungsdokumente für den Master-Studiengang Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie werden ebenso wie für alle anderen Studiengänge der Julius-Maximilians-Universität zentral vom Prüfungsamt ausgestellt.

 

Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzung für den Zugang zum Master-Studium Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie in der Ein-Fach- und Zwei-Fach-Ausprägung ist neben dem Erwerb von mindestens 45 ECTS-Punkten in Vor- und Frühgeschichtlicher Archäologie im Rahmen eines vorangehenden Bachelor-Studiums, dass der Studienbewerber bzw. die Studienbewerberin das Master-Studienfach in den jeweiligen Ausprägungen an der Universität Würzburg oder einer anderen Hochschule noch nicht endgültig nicht bestanden hat.

 

Möglichkeiten für Einstieg und Wechsel zwischen verschiedenen Abschlusssystemen

Nach den in der Allgemeinen Studien- und Prüfungsordnung (ASPO) der Julius-Maximilians-Universität beschriebenen Kriterien sind Einstieg und Wechsel zwischen den verschiedenen Abschlusssystemen in der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie grundsätzlich möglich. Dabei werden Module, Teilmodule und Lehrveranstaltungen bzw. Inhalte und Kompetenzen in Bezug auf ihre Gleichwertigkeit geprüft und durch den Prüfungsausschuss kontrolliert. Angerechnet werden können in der Regel bis zu zwei Drittel der bisher erbrachten Studienleistungen, Gleiches gilt für Studienfach- bzw. Studienortwechsel. Im Falle der Reformstudiengänge werden zur Anrechnung die für das jeweils angerechnete Modul oder Teilmodul an der Universität Würzburg vorgesehenen ECTS-Punkte zugrunde gelegt.

 

Studienbestimmungen

In Anlehnung an das Hochschulrahmengesetz (HRG) und das Bayerische Hochschulgesetz (BayHSchG) ist von der Abteilung 2 – Studium und Lehre, jetzt ZiLS (Servicezentrum innovatives Lehren und Studieren), eine Allgemeine Studien- und Prüfungsordnung (ASPO) entwickelt worden, mit der der erforderliche Rahmen für die gestuften Studiengänge in Satzungsform vorgegeben ist. Die einzelnen Studienfächer leiten von der ASPO ihre Fachspezifischen Bestimmungen ab, in denen die Details für die jeweiligen Studiengänge bzw. -fächer geregelt werden.    

Auf der Homepage der Julius-Maximilians-Universität pflegt das ZiLS (Servicezentrum innovatives Lehren und Studieren) auf eigenen Internetseiten Informationen über den Bologna-Prozess sowie dessen Umsetzung an der Universität:

http://www.zils.uni-wuerzburg.de/startseite/

http://www.zils.uni-wuerzburg.de/?id=116806

http://www.qm.uni-wuerzburg.de/startseite/